Sicherheitstechnik - Auf Nummer sicher

Sicherheit, aus dem lat. sēcūrus für sorglos, bezeichnet laut Definition einen Zustand, der frei von unvertretbaren Risiken ist oder als gefahrenfrei angesehen wird.

Mit dieser Definition ist Sicherheit sowohl auf ein einzelnes oder mehrere Lebewesen, auf unbelebte reale Objekte oder Systeme wie auch auf abstrakte Gegenstände bezogen. Doch diese Sorglosigkeit erlangt man nicht einfach so.

Professionelle Sicherheitstechnik ist der Schlüssel zu einem ruhigen Gewissen.

Etwa alle zwei Minuten klirrt in Deutschland eine Scheibe, wird ein Fenster aufgehebelt, ein Schloss aufgebohrt oder ein ungebetener Zaungast verschafft sich Zutritt. Daher ist es wichtig, sein Hab und Gut zu sichern und in angemessene Präventionsmaßnahmen zu investieren: Alarmanlagen, sichere Schlösser und eine Überwachungskamera können bewirken, dass es gar nicht erst zu einem Einbruch kommt. Besonders bewährt sich eine Kombination aus mechanischer und elektronischer Sicherheitstechnik.

Mechanische Sicherheitstechnik

Türen und Schlösser sind das A und O aktiven Einbruchschutzes. Was zunächst selbstverständlich scheint, kann durchaus Tücken mit sich bringen. Fenster und Außentüren, deren Einstellungen, Silikonnähte oder Beschläge defekt sind, verursachen Energieverluste sowie ein unbehagliches Wohnklima. Doch vor allen Dingen mindern sie den Einbruchschutz. Gerade defekte Beschläge sind fast eine willkommene Einladung für Einbrecher.

Nur eine systematische Wartung, Kontrolle und Sicherung mindert Schwierigkeiten und kann Schäden beheben bzw. vorbeugen.

Mechanische Einbruchsicherungen sind die ältesten überhaupt. Schon lange vor Thomas Edison und Elektrizität sind Schlösser und Riegel zur Absicherung von Besitztümern eingesetzt worden. Natürlich nicht mit dem technischen Stand von heute, aber für damalige Verhältnisse sehr wirkungsvoll.

Heute rüsten wir unser Schloss meist nach oder bringen zusätzliche Sicherungen wie Sperrbügel und Riegel an. Lückenlose, gut geplante und vor allen Dingen fach- und sachgerecht montierte, mechanische Sicherheitstechnik sorgt dafür, einem Täter so viel Zeit abzuverlangen, dass er den Einbruchversuch abbricht. Dies ist in der Regel der Fall, wenn es gelingt, drei Minuten Widerstand zu leisten.

Doch all diese Maßnahmen helfen wenig, wenn die Sicherheit im Alltag vernachlässigt wird. Gehen Sie daher noch mal auf Nummer sicher und kontrollieren Sie, ob alle Fenster vollständig verschlossen sind und die Tür ordnungsgemäß zugesperrt wurde.

Elektronische Sicherheitstechnik

Ein zweiter wichtiger Schritt der Sicherheitstechnik sieht elektronische Sicherheitssysteme vor.

Bei der elektronischen Sicherheit werden Gefahren erkannt und ausgewertet. Es empfiehlt sich, Gefahrenwarn- oder Alarmanlagen anzubringen. Der Unterschied zwischen beiden besteht darin, dass Gefahrenwarnanlagen im Gegensatz zu reinen Alarmanlagen nicht nur vor Einbruch schützen, sondern die Hausbewohner auch vor anderen Missständen wie das Austreten von Gas oder Rauchbildung warnen. Zur Überwachungstechnik zählt außerdem das Anbringen von Bewegungsmeldern oder Videoüberwachungssystemen, mit denen Langfinger sofort identifiziert werden können.

Fühlen Sie sich mit elektronischen Sicherheitssystemen wohler, gibt es auch die Möglichkeit, gänzlich auf ein elektrisches Sicherheitsschloss umzusteigen. Hier wird die Tür beispielsweise per Zifferncode oder mit einer Schlüsselkarte geöffnet. Der Vorteil eines elektronischen Systems ist ein hohes Maß an Flexibilität. Zugangsberechtigungen können auf einfache Art und Weise erteilt und entzogen werden. Auch zeitlich und räumlich befristete Berechtigungen können vergeben werden. Und ist der Schlüssel einmal verloren, ist ein kompletter Austausch der Schließanlage nicht nötig. Lediglich die Zugangsberechtigung für den verlorenen Schlüssel muss gelöscht werden.