Schlossvielfalt: Die verschiedenen Arten von Schlössern

Ein Türschloss ist mehr als nur der kleine Schlitz in der Tür, in den man seinen Schlüssel steckt: Erst die Summe aus Schloss, Schließzylinder, Schutzbeschlag und Schließblech bietet ausreichend Sicherheit.

Vom Typ her unterscheiden sich Schlösser in vielfältiger Weise voneinander. Sie lassen sich anhand ihrer verwendeten Sperren, Bauart, Verwendungszwecke und Funktionsweisen einordnen.

In diesem Artikel möchten wir vom Schlüsseldienst Sandmann in Münster Ihnen drei bekannte Schlösser vorstellen:

Buntbartschloss

Das Buntbartschloss ist das Standardschloss. Der zugehörige Schlüssel hat einen so genannten Bart. Er kann ganz verschiedene, bunte Formen haben, daher kommt der Name Buntbart. Das Buntbartschloss ist das einfachste Schloss. Sie sind für einen Geübten ohne Schlüssel relativ einfach zu knacken, da es hat nur einen Sperrstift hat. Ein- oder zweitouriges Schlüsseldrehen betätigt den Riegel. Daher eignet sich das Buntbartschloss als günstigste Variante für Türen ohne Sicherheitsanspruch.

Mehrzuhaltungsschloss

Das Mehrzuhaltungsschloss hat im Gegensatz zum herkömmlichen Buntbartschloss mehrere Sperrzuhaltungen bzw. Sperrstifte. Sie werden durch den passend gestuften Schlüsselbart so angehoben, dass der Türriegel bewegt werden kann. In der Regel ist mindestens ein zweimaliges Drehen (2tourig) des Schlüssels nötig, um den Riegel vor- oder zurückzuschieben.

Mehrzuhaltungsschlösser verfügen über mindestens 2000 Schließvariationen und weisen konstruktive Merkmale auf, welche Nachsperrversuche verhindern oder wesentlich erschweren.

Sicherheitsschlösser sind dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Zuhaltungen aufweisen, die dann individuell dem Sperrcode entsprechend in die Offenstellung gebracht werden müssen, damit der Riegel betätigt werden kann. Mehrzuhaltungsschlösser erfüllen diese Bedingung und werden somit als Sicherheitsschlösser eingestuft.

Magnetschloss

Etwas anders funktioniert das Magnetschloss: Ein wesentlicher Unterschied zwischen den rein mechanisch arbeitenden Schlössern zu den Magnetschlössern besteht darin, dass im Gegensatz zur mechanischen Variante der Schlüssel beim Magnetschloss keinen direkten Kontakt mit den Zuhaltungen hat, sondern von den Zuhaltungen räumlich getrennt ist. Dieser wirkt mittels magnetischer Kraftfelder an Schlüssel und Schloss durch eine Wand auf die Sperrstifte. Magnetschlösser werden auch als Sicherheitsschlösser eingeordnet.