Der Bartschlüssel

Der klassischste aller Schlüssel ist nicht nur auf Wappen und in Computericons zu finden, sondern trotz seiner Einfachheit immer noch sehr weit verbreitet: Der Bartschlüssel. Der Sandmann Schlüsseldienst in Münster vermittelt in diesem Artikel wichtiges Fachwissen zur Unterscheidung seiner vielfältigen Formen.

Erklärung des immer noch weit verbreiteten Bartschlüssels

Der Bartschlüssel hat im Grunde seit dem Mittelalter seine typische Form beibehalten, und bietet natürlich nicht die gleiche Sicherheit wie moderne Verbesserungen. Gerade bei älteren Schlössern oder Türen im Innenbereich ist er aber noch häufig anzutreffen. Er ist ebenfalls oft Mittel der Wahl für Anwendungen, die geringere Sicherheit zu Gunsten von einfacher und zuverlässiger Mechanik in Kauf nehmen, also zum Beispiel bei Möbeln, Handschellen, Koffern, Kisten oder einfachen Geldkassetten.

Aufbau eines Bartschlüssels

Der Halm ist das zentrale Element eines Bartschlüssels: Ein Stab, an dessen einem Ende die Reide und an dessen anderem Ende der Bart angebracht ist. Die Reide ist der Griff des Schlüssels. Klassischerweise ist dieser als Ring ausgeführt, der es ermöglicht den Schlüssel zu greifen und kraftvoll zu drehen. Der Bart ist eine Verlängerung am anderen Ende des Halms. Wird der Schlüssel in das Schloss eingeführt und gedreht, betätigt der Bart den Riegel.

Manche Bartschlüssel haben einen Zapfen, ein Teil des Halmes, der über den Bart hinausragt. Die Kralle ist eine Verdickung des Halmes nahe an der Reide, die bei manchen Bartschlüsseln einen Haltepunkt für das Einführen des Schlüssels bis zu einer bestimmten Tiefe darstellt, bei anderen aus dekorativen Zwecken angebracht ist.

Unterschiedliche Bartarten

Technisch entscheidend für die Funktion eines Bartschlüssels ist die Ausführung des Bartes. Entsprechend haben sich vielfältige verschiedene Formen dieses Elementes herausgebildet, um zu verhindern, dass der Schließmechanismus durch andere Werkzeuge zu betätigen ist.

Der Bart kann dabei zunächst an den Halm angelötet oder in einem Stück zusammen mit dem Halm gegossen oder geschmiedet sein. Während bei einem Gradbart der Bart dünner ist als der Halm, also ein deutlicher Übergang zwischen Bart und Halm erkennbar ist, ist bei einem Vollbart der Bart gleich dick dem Durchmesser des Halmes.

Beim so genannten Buntbart entscheidet ausschließlich die Form des Schlüsselloches, ob der Schlüssel passt. Der Bart hat dabei die Form des Schlüsselloches, ohne weitere Einkerbungen. Um ein allzu leichtes Öffnen zu verhindern, ist dabei diese Form zum Teil sehr kompliziert. Leider kann aber auch der komplizierteste Buntbart kaum ein Öffnen durch einen Dietrich verhindern.

Der Chubb-Bart weist dagegen mehrere Kerben von verschiedener Tiefe auf der Außenseite des Bartes auf, ähnlich wie bei einem moderneren Sicherheitszylinderschloss. Diese betätigen passende Schließungen im Inneren des Schlosses nur dann, wenn die jeweilige Tiefe der Kerben stimmt.

Ein Nutenbart bezeichnet eine komplexere Form eines rechteckigen Bartes, der durch Einschnitte auf Außenseite und anderen Seiten, die so genannten Nute, verkompliziert ist.

Der Schlüssel schlecht hin

Der Bartschlüssel hat unser Bild davon, was ein Schlüssel ist, geprägt wie kein anderer. Er weist auch dank seiner langen Geschichte eine Vielfalt an Formen auf. Wir vom Schlüsseldienst Münster hoffen, dass dieser Beitrag hilfreich beim Vermitteln der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale des Schlüssels ist.