Hochsaison für Wohnungseinbrüche

Es ist Winter und die Einbrüche haben Hochkonjunktur. In der dunklen Jahreszeit von Oktober bis März sind wieder viele Langfinger unterwegs. In diesen erfolgen Wohnungseinbrüche am häufigsten, denn es wird früher dunkel und später hell. Genug Zeit also, die Finsternis zu nutzen, ungesehen ums oder ins Haus zu schleichen. Das sorgt für Verunsicherung; immer häufiger fürchten auch in Münster Bürger, in den eigenen vier Wänden nicht sicher zu sein. Zu Recht?

Vorsorgliche Absicherung

Alle paar Minuten dringen Einbrecher in fremde Immobilien ein. Mit bestimmten Maßnahmen können Einbrüche allerdings vermieden werden. Nach Angabe der bundesweiten Initiative für aktiven Einbruchsschutz „Nicht bei mir!” scheitern über 40 Prozent der Einbrüche an mechanischer und elektronischer Sicherungstechnik. Denn aufgrund steigender Kriminalität steigt auch das Präventionsverhalten in Deutschland. Mit dem richtigen Einbruchschutz bleiben nämlich viele Einbrüche ausschließlich bei einem Versuch, wie derzeit Fälle im Münsterland zeigen.

Ein Mann kam aus einem mehrwöchigen Urlaub zurück. Er bemerkte gleich eine Unstimmigkeit. Jemand hatte während seiner Abwesenheit versucht, durch die Balkontür ins Innere zu gelangen – zum Glück vergeblich. Denn er hatte sich vor seinem Urlaub ausführlich über die aktuelle Sicherheitstechnik informiert und sich schlussendlich für eine Querverstrebung als zusätzlichen Schutz an seiner Balkontür entschieden. Eine gute Entscheidung, wie der Münsterer jetzt weiß. Ähnlich erging es auch einer Frau im benachbarten Altenberge. Als sie nach einem längeren Auslandsaufenthalt zurückkehrte, stellte sie fest, dass Unbekannte erfolglos versucht hatten, in Ihre Wohnung einzudringen. Aber auch sie hat es ihrer guten Verriegelung an der Terrassentür zu verdanken, dass das Vorhaben der Täter misslang. Auch in Telgte nahe Münster versuchten Einbrecher eine Eingangstür zu überwältigen. Eine Pilzkopfverriegelung hielt sie jedoch von ihrem Vorhaben ab. Zwar wurde die Tür stark beschädigt, im Vergleich zu einem erfolgreichen Einstieg der Täter hält sich der Schaden jedoch in Grenzen. Und dies werden mit Sicherheit nicht die letzten Vorfälle bleiben.

Vorbeuge gegen Einbrecher

Die Täter haben dabei immer die gleich Masche: Sie warten, bis die Bewohner das Objekt verlassen haben und suchen sich dann gut erreichbare Einstiegsmöglichkeiten. Der bei Einbrechern beliebteste Weg führt durch die Terrassen- oder Balkontüren, daher sollten gerade diese zusätzlich gesichert werden. Wege lassen sich mit Bewegungsmeldern oder Lichtschranken ausstatten. Auch Zeitschaltuhren für Lampen, Rollläden oder Radiogeräte können sehr abschreckend sein, da sie den Anschein erwecken, dass sich Personen im Haus befinden.

Beim Schlüsseldienst aus Münster kann man sich zusätzlich erkundigen, welche Möglichkeiten zum Schutz bestehen. Die Experten wissen in der Regel schon bei der ersten Inaugenscheinnahme, was zu tun ist. Durch die gezielte Anschaffung von Sicherheitstechnik wie beispielsweise mechanische Tür- und Fenstersicherungen wie Stangenschlösser oder Scharnierseitensicherungen für Fenster, zusätzliche Querriegel, Blechbeschläge oder Pilzkopfzapfen für Türen und Alarmanlagen können Immobilienbesitzer Einbrecher entgegentreten.

Gute Absicherung macht sich bezahlt

Gelangen die Täter nicht binnen zwei, drei Minuten ins Haus, suchen sie sich ein leichteres Ziel. Vor knapp 25 Jahren drangen die Täter in 72 Prozent der Fälle in die Wohnung ein. Heute gelingt das in nur noch 60 Prozent der Fälle. Das bedeutet, dass es bei vielen registrierten Taten lediglich beim Versuch blieb. Es ist also erwiesen, dass Einbrecher von ihrer Tat ablassen, sobald sie nur wenige Minuten länger für das Aufbrechen von Türen und Fenster benötigen – zu groß die Gefahr, erwischt zu werden. Eine Investition in Einbruchschutz ist daher in jedem Fall das Geld wert.